Ära Martin sportlich beste Zeit in der Vereinsgeschichte

Im Rahmen eines gelungenen Vereinsabends zum Jahresbeginn verabschiedete der Sportverein Tiefenbach auch sein Vater- und Sohn-Trainergespann Klaus und Marcel Martin, das zum Vorrundenschluss der laufenden Saison 2011/2012 unerwartet und überraschend für alle seine erfolgreiche Tätigkeit beendet hatte.
Der erste Vorsitzende Robert Emmerich skizzierte in seiner Laudatio vor allem den sportlichen Erfolgsweg, den der SV unter der Trainer-Tätigkeit von Klaus Martin beschritten hat. So verdiente sich Klaus Martin, als Sohn von SV-Urgestein und Ehrenmitglied Karl Martin frühzeitig zum Fußball gekommen, erste sportliche Lorbeeren als junger Torwart in der SV-Ersten, wo er unter Trainer Klaus Breining in der Saison 1978/79 maßgeblichen Anteil an Meisterschaft und Aufstieg hatte. Nach seinem zwischenzeitlichen Wechsel in die damalige Bezirksklasse Bruchsal zur Fzg Münzesheim und zum FC Odenheim kehrte Klaus Martin zur Saison 1990/91 als Spielertrainer zu seinem Heimatverein zurück und erreichte mit seiner Mannschaft als Vizemeister gleich im ersten Jahr die Aufstiegs- Relegation, wo man jedoch knapp scheiterte. Doch bereits in der folgenden Saison 1991/92 sicherte sich die Martin-Truppe mit einer überragenden Bilanz von 44:8 Punkten und 95:15 Toren ganz überlegen die Meisterschaft und damit auch zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die A-Klasse. Bis zum Ende der Saison 1999/2000 stand Klaus Martin als Torwart und Trainer in der sportlichen Verantwortung, wobei der SV einmal die Abstiegsrelegation bestreiten musste, die man allerdings gegen die Reserve des heutigen Bundesligisten TSG Hoffenheim mit 3:0 deutlich für sich entschied. Ansonsten landete der SV in dieser Zeit immer im Mittelfeld der Tabelle und erreichte einmal Mitte der 90er Jahre mit Rang fünf seine beste Platzierung.
Nach zehnjähriger Spielertrainer-Tätigkeit nahm sich Klaus Martin zum Ende der Saison 1999/2000 eine vorübergehende Auszeit, ehe er zur Saison 2005/2006 zusammen mit Spielertrainer Kai Ledermann erneut die sportliche Leitung in seinem Stammverein übernahm. In den folgenden fünf Jahren erreichte der SV unter seinem neuen Trainerduo immer einen einstelligen Tabellenplatz und stellte in der Saison 2007/2008 mit einer Platzierung auf Rang fünf die bis dahin gültige Vereins-Bestmarke ein. Nach dem Ausscheiden von Spielertrainer Ledermann im Sommer 2010 entschied sich die Vereinsführung für die Tandemlösung Klaus und Marcel Martin, eine beim SV in dieser Vater - und Sohn-Konstellation bislang noch nie erprobte Variante, die jedoch gleich im ersten Jahr unerwarteten Erfolg brachte. Mit großartigem Offensiv-Fußball begeisterte die junge SV-Elf ihren Anhang und erreichte so am Ende einer tollen Saison den zweiten Tabellenplatz und damit erstmals in der Vereinsgeschichte die Aufstiegsrelegation zur Kreisliga, bei der man allerdings in Weiler vor über 1000 Besuchern gegen den TSV Steinsfurt mit 3:1 unterlag. Obwohl man danach zum Ende der Vorrunde 2011/2012 noch Anschluss an das vordere Tabellendrittel hatte, kündigten Klaus und Marcel Martin Anfang November völlig überraschend ihren Rückzug zur Winterpause an, worauf man sich auf eine Trennung zum Vorrundenschluss einigte, um dem Nachfolger die Möglichkeit zu geben, seine neue Mannschaft noch vor der Winterpause kennen lernen zu können.
Dass man sich in gutem Einvernehmen trennte, dokumentierte nicht zuletzt die herzliche Verabschiedung an besagtem SV-Vereinsabend, wobei ausdrücklich betont wurde, dass die sportlich erfolgreichste Zeit beim SV Tiefenbach immer mit dem Namen Martin in Verbindung stehen wird.

|