Mein FSJ im Fußballverein

Mein Freiwilliges Soziales Jahr begann Mitte August 2025 beim SV Tiefenbach. Am Anfang war natürlich alles neu für mich, doch ich wurde von Beginn an sehr herzlich aufgenommen. Marcel (Vorstand Öffentlichkeitsarbeit) hat sich viel Zeit genommen, mir alles zu zeigen und mich langsam an meine Aufgaben heranzuführen. Dadurch fiel mir der Einstieg leicht und ich konnte mich schnell im Verein einleben. Nach kurzer Zeit kannte ich die Trainer, die Verantwortlichen und viele der Kinder und Jugendlichen und hatte das Gefühl, wirklich dazuzugehören.

Meine erste größere Aufgabe war das Fußballcamp mit Bernd Voss. Das Camp war für mich eine sehr schöne und lehrreiche Erfahrung. Ich konnte viele neue Eindrücke sammeln und direkt erleben, wie abwechslungsreich die Arbeit in einem Fußballverein sein kann. Gleichzeitig war es ein guter Einstieg in mein FSJ, da ich schnell Verantwortung übernehmen und viele praktische Erfahrungen sammeln konnte.

Besonders viel Spaß gemacht hat mir die Arbeit mit den Bambinis. Anfangs habe ich die Trainingseinheiten begleitet und nach kurzer Zeit durfte ich die Trainings bereits selbst planen und durchführen. Es war schön zu sehen, wie schnell ich in diese Aufgabe hineingewachsen bin. Mit jeder Trainingseinheit wurde ich sicherer und konnte meine eigenen Ideen einbringen. Gerade die Arbeit mit den jüngsten Fußballern hat mir viel Freude bereitet und mir gezeigt, wie wichtig eine gute Vorbereitung und ein abwechslungsreiches Training sind.

Während meines FSJ habe ich außerdem verschiedene Bildungstage besucht. Beim Einführungsseminar in der Sportschule Schöneck konnte ich viele neue Leute kennenlernen. Der Austausch mit den anderen FSJlern war sehr interessant, da jeder andere Erfahrungen aus seiner Einsatzstelle mitgebracht hat. Später folgten die Bildungstage zur Übungsleiter C-Lizenz. Dort traf ich viele der gleichen Personen wieder, wodurch schnell eine angenehme Atmosphäre entstand. Zusätzlich nahm ich an weiteren Bildungstagen wie „Junges Engagement“ teil. Alle Veranstaltungen haben mir neue Ideen vermittelt und mich sowohl persönlich als auch fachlich weitergebracht.

Neben dem Trainingsbetrieb gehörten auch viele Aufgaben rund um den Verein zu meinem Alltag. Ich half regelmäßig beim Auf- und Abbau an Heimspieltagen der Jugendmannschaften sowie bei der Altpapiersammlung. Dadurch bekam ich einen guten Einblick in die vielen Arbeiten, die im Hintergrund erledigt werden müssen, damit das Vereinsleben funktioniert.

Ein weiterer großer Bestandteil meines FSJ war das DFB-Punktespiel. Hier konnte ich bei verschiedenen Aktionen mitwirken und viele Punkte für den Verein sammeln. Dazu gehörte die Durchführung des DFB-Fußballabzeichens, des DFB-Paule-Schnupperabzeichens und des DFB-Kinderbewegungsabzeichens. Das Kinderbewegungsabzeichen fand im Rahmen eines Kindergarten-Sporttags auf dem Sportgelände des SV Tiefenbach statt. Solche Veranstaltungen haben mir besonders gefallen, weil sie Kindern spielerisch Freude an Bewegung und Sport vermitteln.

Im Laufe des Jahres fragte mich Marcel, ob ich die C2-Jugend der JSG Östringen übernehmen möchte. Diese Aufgabe habe ich sehr gerne angenommen. Sie passte außerdem gut zu meiner Ausbildung zum C-Lizenz-Jugendtrainer, die ich im August 2026 erfolgreich abschließen konnte. Durch die Arbeit mit der Mannschaft konnte ich viele Erfahrungen sammeln und lernen, wie wichtig eine gute Trainingsplanung, Kommunikation und Organisation im Jugendfußball sind.

Rückblickend war die Zeit beim SV Tiefenbach für mich etwas ganz Besonderes. Ich konnte unglaublich viel lernen und mich sowohl fachlich als auch persönlich weiterentwickeln. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir, wie herzlich ich aufgenommen wurde. Schon nach kurzer Zeit wurde ich nicht mehr als Außenstehender gesehen, sondern als Teil des Vereins. Das angenehme Arbeitsklima hat dazu beigetragen, dass ich jeden Tag gerne zu meiner Einsatzstelle gekommen bin. Ich kann jedem, der darüber nachdenkt, ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport zu machen, den SV Tiefenbach als Einsatzstelle nur empfehlen.

Mein FSJ in der Grundschule

Den größten Teil meines Freiwilligen Sozialen Jahres verbrachte ich in der Rosi-Gollmann-Grundschule in Tiefenbach. Auch dort wurde ich von Anfang an herzlich empfangen und von den Lehrkräften gut eingearbeitet. Obwohl der Einstieg zunächst etwas schwieriger war als im Verein, weil ich plötzlich mit sehr vielen Kindern gleichzeitig gearbeitet habe, gewöhnte ich mich schnell an den Schulalltag und fand immer besser in meine Aufgaben hinein.

Im Laufe der Zeit lernte ich viele Kinder kennen und wurde schnell ein vertrauter Ansprechpartner für sie. Es war schön zu merken, dass sie gerne auf mich zukamen und ich ein fester Bestandteil ihres Alltags wurde. Diese Entwicklung hat mich sehr gefreut und mir gezeigt, wie wichtig ein guter Umgang mit den Kindern ist.

Zu meinen Aufgaben gehörte die Leitung verschiedener AGs. Ich übernahm die Fußball-AG, die Bewegungs-AG und die Entspannungs-AG. Jede AG war auf ihre eigene Art besonders und hat mir viel Freude bereitet. Dabei konnte ich eigene Ideen umsetzen und lernen, wie unterschiedlich Kinder auf verschiedene Angebote reagieren.

Außerdem unterstützte ich die Lehrkräfte im Unterricht in den Fächern Mathematik, Deutsch und Sachkunde. Dabei half ich einzelnen Kindern oder kleineren Gruppen und bekam einen guten Einblick in den Schulalltag. Zusätzlich betreute ich die Kinder in der Kernzeit und unterstützte sie bei ihren Hausaufgaben. Auch diese Aufgaben gehörten fest zu meinem Alltag und machten meine Arbeit sehr abwechslungsreich.

Ein weiterer wichtiger Bereich war die Gestaltung von Sportstunden und den bewegten Pausen. Es hat mir Spaß gemacht, den Kindern verschiedene Bewegungsangebote durchzuführen und sie zum gemeinsamen Spielen und Bewegen zu motivieren.

Neben dem normalen Schulalltag durfte ich auch an vielen besonderen Veranstaltungen teilnehmen. Ich betreute Klassenfeste, wirkte bei einem Sporttag mit und nahm an einer Schulhausübernachtung teil. Außerdem begleitete ich verschiedene Ausflüge, unter anderem in den Luisenpark nach Mannheim. Solche Tage waren immer eine schöne Abwechslung und boten viele gemeinsame Erlebnisse mit den Kindern.

Jeden Freitag verbrachte ich außerdem eine Stunde im Kindergarten, um dort mit den Kindern Sport zu treiben. Viele von ihnen kannte ich bereits aus dem Bambini Training im Verein. Trotzdem war die Arbeit mit den jüngeren Kindern noch einmal eine ganz andere Erfahrung. Sie stellte andere Anforderungen an mich, machte aber ebenfalls sehr viel Spaß. Es waren tolle Kinder und ich habe mich auch dort immer auf die gemeinsame Zeit gefreut.

Wenn ich auf mein Jahr an der Grundschule zurückblicke, war es eine sehr wertvolle Erfahrung. Auch wenn der Einstieg zunächst eine Herausforderung war, habe ich mich im Laufe des Jahres stark weiterentwickelt. Ich konnte viele neue Fähigkeiten erwerben und bestehende weiter ausbauen. Vor allem habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, mit vielen unterschiedlichen Situationen umzugehen und auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Insgesamt hatte ich auch in der Grundschule eine sehr schöne und angenehme Zeit, an die ich mich gerne zurückerinnern werde.

Fazit

Mein Freiwilliges Soziales Jahr war für mich eine sehr besondere und lehrreiche Zeit. Sowohl im Fußballverein als auch in der Grundschule durfte ich viele neue Erfahrungen sammeln und mich persönlich weiterentwickeln. Ich habe Verantwortung übernommen, viele neue Menschen kennengelernt und jeden Tag etwas dazugelernt. Rückblickend bin ich sehr froh, mich für ein FSJ entschieden zu haben. Die vielen Erlebnisse und Erfahrungen werden mir auch in Zukunft weiterhelfen und ich werde mich gerne an dieses Jahr zurückerinnern. 

Zum Schluss bedanke ich mich noch ganz herzlich beim SV Tiefenbach für diese großartige Möglichkeit und den tollen Umgang. Es war ein richtig gutes Jahr bei Euch und ich würde es jederzeit wieder tun. Nicht zu vergessen: Danke an Marcel Martin, der mich über das Jahr begleitet und in schwierigen Situationen immer unterstützt hat. Nicht nur die Unterstützung und Begleitung an mich war großartig, sondern auch sein Engagement mich weiterzuentwickeln und zu bilden. Vielen Dank dafür!! 

Dankeschön vom SVT

Auch der SV Tiefenbach möchte sich herzlich bei Silas für das erste Jahr mit einem FSJler bedanken. Wir sind stolz darauf, wie Du Dich in den letzten 12 Monaten entwickelt hast und dass Du uns auch weiterhin als C2-Cheftrainer in der Jugendspielgemeinschaft erhalten bleibst. Dein Einsatz für unseren Verein war vorbildlich. Auch an Marcel einen herzlichen Dank für die Begleitung im Auftrag unseres Vereins! Selbstverständlich haben wir Silas noch gebührend verabschiedet und ihm zum Ende seiner FSJ-Zeit beim SVT noch eine Kleinigkeit überreicht. Marcel nutzte hierfür das Jugendfußballcamp Ende August. Lieber Silas, wir wünschen Dir auf Deinem weiteren Lebensweg alles Gute – wir sehen uns bestimmt wieder!

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